Time to say goodbye

29.04.2014

... zum noch amtierenden Gemeinderat. Ab 1. Mai nimmt die frisch gewählte Fraktion ihren Platz im Rathaus ein. Herzlichen Dank an alle Amtsinhaber - ihr habt in den letzten sechs Jahren mit einem enormen Engagement und viel persönlichem Einsatz wertvolle Arbeit für unser Goldbach geleistet. Für alle ausscheidenden Gemeinderäte alles Gute - wir werden euch vermissen!
(von links nach rechts: Hermann Sittinger, Richard Rüger, Conny Blos, Peter Laubmeister, Erhard Burger, Wolfgang Albert, Andreas Bieber, Richard Krausert)


Nachstehend die Rede unseres ersten Bürgermeisters Thomas Krimm:

>> Zum 30. April endet die sechsjährige Wahlperiode 2008 – 2014.
In dieser Zeit, die nun in der Rückschau betrachtet, wie im Flug vergangen ist, wurden doch einige Projekte verwirklicht oder auf den Weg gebracht. Dass dies einen enormen zeitlichen Aufwand und einen engagierten persönlichen Einsatz erforderte, lässt sich schon an der Sitzungsstatistik ablesen.                 

Allein 90 Marktgemeinderatssitzungen in sechs Jahren bedeuten im Durchschnitt jährlich 15 Sitzungen, mit durchschnittlich mindestens sechs Stunden Zeitaufwand incl. der Vorbereitung und der Fraktionssitzung. Hinzu kommt die Arbeit in den Ausschüssen, die gerade im Bauausschuss ebenfalls sehr zeitintensiv war. Erwartet wird zudem in der Bevölkerung von Mitgliedern des Marktgemeinderates, dass sie ständig verfügbare Ansprechpartner sind, vor allem bei den örtlichen Veranstaltungen, deren Besuch oft auch als ein Muss angesehen wird. So bringt ein engagiertes Mitglied des Marktgemeinderates ganz leicht einige Hundert Stunden im Jahr direkt oder indirekt Zeit für dieses Ehrenamt auf. So richtig geschätzt wird dieser Einsatz dann, wenn durch Beschlüsse Wohltaten verteilt werden können.

Kritischer wird es schon, wenn Baumaßnahmen beschlossen werden, denn die verursachen ja auch Beeinträchtigungen durch Umleitungen, Schmutz und Baulärm. Doch so richtig erwehren muss man sich seiner Haut, wenn Beschlüsse mit Belastungen von Bürgern getroffen werden.
Dann werden auch Stimmen laut, die das Eigenwohl noch höher angesiedelt sehen, als das Gemeinwohl.

Betrachtet man dann die immer weiter zurückgehende Wahlbeteiligung, so könnte man geneigt sein, das Interesse der Bevölkerung an der Entwicklung des eigenen Lebensumfeldes in Frage zu stellen. So hat man es selbst in der Lokalpolitik immer schwerer, eine direkte Rückmeldung und damit auch Motivation zu erhalten. Doch der Idealismus in der Kommunalpolitik nährt sich auch durch die vor Ort zeitnah sichtbaren Veränderungen zum Wohle des Ortes.

Wertet man dann noch ein Schweigen oder Nichtwählen als die Form des schwäbischen Lobes nach dem Motto „Nix gsagt isch globbt gnuug“, so dürfen Sie, liebe Damen und Herren des Marktgemeinderates wirklich zufrieden auf die abgelaufene Wahlperiode mit ihren rekordverdächtigen Werten und Projekten zurückblicken.            

Bevor ich Ihnen nun ohne weitere Kommentierung eine kurze Präsentation zeige, spreche ich Ihnen allen meinen besonderen persönlichen Dank und stellvertretend den der Bürgerinnen und Bürger aus, für die gemeinsam erzielten Ergebnisse vieler Sitzungen, harmonischer und hitziger, die letztendlich doch das Ziel hatten, das Bestmögliche für unseren Ort zu erzielen.

 Zum Ende der Wahlperiode scheiden insgesamt neun Frauen und Männer aus dem Marktgemeinderat aus, teilweise weil sie nicht mehr kandidiert haben, teilweise weil die nötige Stimmenzahl für einen Wiedereinzug in den Marktgemeinderat gefehlt hat.

In ihrer Amtszeit haben sie, wie man schon aus der vorher gezeigten Sitzungsstatistik erkennen konnte, in zahlreichen Sitzungen an den Entscheidungen mitgewirkt, die dann von der Verwaltung in die sichtbaren oder greifbaren Projekte bzw. Rechtsnormen umgesetzt wurden. Gestatten Sie mir, dass ich nun bei der Verabschiedung nach der Dauer der Zugehörigkeit vorgehe.

Peter Laubmeister, Du rücktest am 14.08.2009 für den wegen Wegzug ausgeschiedenen Marktgemeinderat Andreas Schwind nach. Aufgrund Deiner beruflichen Situation mit dem Betrieb „Top Speed“ und der Fotographie „Peter Hawk“ war die Tätigkeit als Marktgemeinderat eine zusätzliche Belastung. Aus diesem Grund hattest Du auch keine weitere Aufgabe in einem Ausschuss. So mancher betriebliche Engpass, wie z.B. durch den unfallbedingte Ausfall Deines Meisters, hat Dir dazu noch einige Klimmzüge abgefordert. Aus den erwähnten beruflichen Gründen hast Du auf eine weitere Kandidatur verzichtet. Damit stand Dein Ausscheiden zum Ende der Wahlperiode bereits fest.Lieber Peter, vielen Dank, dass Du dieses Ehrenamt trotz Deiner beruflichen Situation noch angenommen hast. Wir wünschen Dir persönlich und beruflich alles Gute und freuen uns, wenn Du unsere Arbeit auch weiterhin mit dem nun vorhandenen Hintergrundwissen begleitest.

Erhard Burger, Du wurdest 2008 bei der Kommunalwahl neu in den Marktgemeinderat gewählt. Dieses Ehrenamt nahmst du sehr ernst und hast für die Ausübung in Deinem Beruf sogar eher Nachteile auf Dich genommen. Durch Deinen Schichtdienst musstest Du für Sitzungen unbezahlt frei nehmen. Dies konnte sowohl bei den Marktgemeinderatsitzungen am Freitagabend, wie auch für Deine Tätigkeit im Ausschuss für Jugend, Familie, Kultur, Sport und Soziales eintreten.Leider hat Dein Stimmergebnis nicht mehr für ein erneutes Mandat gereicht, so dass wir nun Abschied von Dir nehmen müssen.
Vielen Dank für Dein Engagement. Wir hoffen, dass Du Dich im Goldbacher Vereins- und politischen Wesen  weiter aktiv einbringen wirst.

Richard Rüger, auch Du wurdest nach der letzten Kommunalwahl zum 1. Mai 2008 Mitglied des Marktgemeinderates. Zudem übernahmst Du Aufgaben im Bau- und Umweltausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss, im Finanzausschuss, im Ortskernsanierungs- und im Goldbach GmbH-Ausschuss.

Mit Deinem beruflichen Wechsel vor rund zwei Jahren warst Du viel im Außendienst in ganz Deutschland unterwegs. So manches Mal vereitelte ein Stau Dein pünktliches Erscheinen und Du musstest für die Sitzungen auch weite Anreisen in Kauf nehmen. Dein fachliches Wissen aus dem Bausektor war vor allem im Bauausschuss gefragt. Du hast Dir aufgrund Deiner beruflichen Situation die Platzierung auf dem 20. Platz gewünscht. Von dort hat es für eine Wiederwahl allerdings nicht mehr gereicht. Somit gehörst auch Du nicht mehr dem neuen Marktgemeinderat an. Auch Dir gilt unser herzlicher Dank für sechs Jahre engagierter Mitarbeit im Marktgemeinderat und seinen Ausschussgremien.

Richard Krausert, als sich Sigrid Maidhof im Herbst 2006 aus dem Marktgemeinderat zurückzog rücktest Du am 10.11.2006 in dieses Gremium nach. Bei der Kommunalwahl 2008 wurdest Du direkt wieder in den Marktgemeinderat gewählt. Von Nov. 2006 – April 2008 warst Du Mitglied im Ausschuss für Jugend, Familie, Kultur, Sport und Soziales, ab Mai 2008 warst Du Verbandsrat im Zweckverband zur Wasserversorgung der Aschafftalgemeinden. Auch bei Dir erfolgte ein beruflich bedingter Ortswechsel, so dass Du nur noch an Wochenenden nach Goldbach kamst. Die Marktgemeinderatsitzungen am Freitag schlossen sich dann oft nahtlos an Deine Heimfahrt an. Diese berufliche Situation bewog Dich auch dazu, nicht mehr für den Marktgemeinderat zu kandidieren. Für diese siebeneinhalb Jahre Einsatz für den Markt Goldbach sagen wir auch Dir vielen Dank und wünschen Dir, wie allen ausscheidenden Marktgemeinderätinnen und -räten alles Gute.

Hermann Sittinger, 2002 in den Marktgemeinderat gewählt, hast Du meine bisherige Amtszeit mit den ersten Schritten auf dem kommunalpolitischen Parkett bis heute begleitet. In der ersten Periode von 2002 bis 2008 warst du zudem Mitglied im Ausschuss für Jugend, Familie, Kultur, Sport und Soziales, in der zweiten Periode von 2008 bis jetzt warst Du Verbandsrat des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Aschafftalgemeinden.
Deine weitere ehrenamtliche Tätigkeit als Kommandant der Goldbacher Feuerwehr hat Dir nicht nur zusätzlich viel Deiner Freizeit abverlangt, sie war für die Entwicklung unseres Ortes in den letzten 12 Jahren auch ein Segen. Viele Deiner Anregungen haben wir gerne aufgenommen und auch umgesetzt. Der Ausbau des Feuerwehrhauses trägt Deine Handschrift, die personelle Ausstattung im Feuerwehrhaus, die Einrichtung des Schlauchpools, die moderne Ausstattung der Goldbacher Feuerwehr basieren auf Deinen Vorschlägen. Und die Unterbringung des Atemschutzzentrums des Landkreises in unserem Feuerwehrhaus in Goldbach war das Meisterstück, das uns auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens gelungen ist. Wenn man neben dem Beruf noch zwei solche verantwortungsvollen ehrenamtlichen Tätigkeiten mit Herzblut ausübt, ist man auch einmal an dem Punkt angelangt, wo man ans Kürzertreten denkt. Deshalb hast Du Dich entschieden, nicht mehr für den neuen Marktgemeinderat zu kandidieren. Wir werden Deine Beiträge im Gremium vermissen. Zum Glück ist Deine Wohnung nicht weit weg von der Verwaltung, so dass der kurze Draht zum Kommandanten noch vorhanden ist. Lieber Hermann, herzlichen Dank für die 12 fruchtbaren Jahre im Marktgemeinderat und alles Gute für die weitere Zukunft.

Conny Blos, auch Du bist wie Hermann 2002 in den Marktgemeinderat gewählt worden und hast Anteil an der sichtbaren Umgestaltung unseres Ortes in den letzten 12 Jahren gehabt. Neben Deiner Aufgabe im Marktgemeinderat hast du in der ersten Periode im Ausschuss für Jugend, Familie, Kultur, Sport und Soziales mitgewirkt, in der zweiten Periode warst du Mitglied im Hauptverwaltungs- und Personalausschuss.

In der Anfangszeit Deiner Marktgemeinderatstätigkeit warst Du aufgrund der familiären Situation, du hattest Dich wegen der noch minderjährigen Kinder für den Beruf der Hausfrau entschieden, ein wichtiger Vertreter der Familien und Hausfrauen im Gremium. Und das war wichtig, denn in reinen „Fachleutengremien“ bleiben die Belange der Familien gerne etwas „unterbelichtet“. Dieser Gefahr hast Du mit Deinem Engagement wirksam entgegengewirkt, denn auch bei mir hat manchmal der eine oder andere Einwand von Dir vielleicht nicht auf Anhieb, aber spätestens beim zweiten Überlegen seine Berechtigung gezeigt. Treffend war Deine Ausführung in der letzten HVA-Sitzung, dass nicht jedem Antrag stattgegeben werden kann und dass ein Gremium auch bei seinen bereits getroffenen Beschlüssen bleiben soll, wenn sich keine gravierenden anderen Erkenntnisse ergeben. Inzwischen hast du wieder eine berufliche Tätigkeit aufgenommen und Dich dazu entschieden, nicht mehr für den neuen Marktgemeinderat zu kandidieren. Auch Dir, vielen Dank für diese 12 Jahre Mitwirkung im Marktgemeinderat und alles Gute für die Zukunft.

Andreas Bieber, ebenfalls 2002 in den Marktgemeinderat gewählt, hast Du Dich deshalb dafür entschieden, nicht mehr für den Marktgemeinderat zu kandidieren, weil Du der Auffassung bist, dass dem Gremium eine ständige Verjüngung durch rollierende Wechsel gut täte. Auch diese Einstellung hat ihre Berechtigung, denn bei der immer schnelleren Geschwindigkeit des Wandels in unserer Gesellschaft bedarf es auch dem Verständnis für aktuelle Trends. Man bedenke nur, dass vor 12 Jahren vielfach noch die vorherrschende Meinung bestand, man brauche keine Krippen- oder Hortplätze. Ein bleibendes Projekt, das Dir direkt zugeschrieben werden kann ist das Totholzgebiet im Goldbacher Wald, für das Du dich nachhaltig eingesetzt hast. Ein ebenso bleibender Erfolg ist Dein Beitrag zum Vermarktungskonzept von Werbeflächen im Waldschwimmbad. Von 2002 bis jetzt warst du noch Mitglied im Finanz- sowie Rechnungs- und Prüfungsausschuss. Auch dir ein besonderer Dank für 12 engagierte Jahre im Marktgemeinderat.

Wolfgang Albert, Dein Wirken im Marktgemeinderat begann bereits am 1. Mai 1996. Und für Dein Engagement ist das Wort Wirken auch wirklich angebracht. Du warst nämlich 18 Jahre auch Mitglied des Bauausschusses, in dem die sichtbare Gestaltung des Ortes maßgeblich mitgeprägt wird, sei es durch die Entscheidung über Bauvorhaben der Bürgerinnen und Bürger oder die eigenen des Marktes Goldbach.
Passend dazu war auch Dein Sitz im Umlegungsausschuss und im Goldbach GmbH-Ausschuss. Von 1996 – 2008 warst du Verbandsrat im Zweckverband zur Wasserversorgung der Aschafftalgemeinden, seit 2008 warst du nun noch sechs Jahre im Aufsichtsrat des E-Werks.
Bedarf es schon alleine für diese Tätigkeiten eines neben dem Beruf noch großen Zeiteinsatzes, um entsprechend gut vorbereitet für die Sitzungen zu sein, so hast du es auch noch im Jahr 2002 übernommen, als Fraktionssprecher der FWG zum einen den Fraktionsmitgliedern die anstehenden Projekte und Entscheidungen zu vermitteln  und zum anderen die Argumente der FWG-Fraktion im Gremium zu erläutern.
Hierbei haben dir Dein ausgeprägter Sachverstand, Dein analytisches und strukturiertes Denken sowie Deine rhetorischen Fähigkeiten eine hohe Wertschätzung im gesamten Gremium eingebracht.
Seien es die detailliert ausgearbeiteten Ausführungen zum Haushalt oder die stichhaltigen Argumentationen zur Umgestaltung Goldbachs im Rahmen der Ortskernsanierung, sie bestachen nicht nur durch Dein Fachwissen, sondern auch durch Deinen stets sachlichen Vortrag, selbst in hitzigen Diskussionen. Auch Du hast Dich entschieden, mit einem recht zufriedenen Rückblick auf das Erreichte, neuen Nachwuchskräften  Verantwortung zu übertragen und nicht mehr für den neuen Marktgemeinderat zu kandidieren. Für diese wertvollen 18 Jahre im Marktgemeinderat bedanke ich mich ganz herzlich und hoffe, dass Du uns mit Anregungen und Tipps auch von außerhalb des Gremiums in unserem gemeinsamen Bestreben, Goldbach weiter voran zu bringen, immer noch unterstützt.

All den genannten Damen und Herren nochmals ein ganz besonderes Dankeschön und die besten Wünsche für die weitere Zukunft. Aber auch die Bitte, uns mit den gewonnenen Erkenntnissen der Zeit als Marktgemeinderat oder -rätin weiter mit Rat und Tat zu unterstützen. <<